Tag 8: Von Türken und Autobauern

Den achten Tag unserer Deutschlandtour, den 14.10., starteten wir in Badrina und wanderten über Schönwölkau, Krostitz und Hohenheida nach Leipzig.

Die Etappe fiel uns recht schwer, weil wir an vielen Straßen entlanglaufen mussten und die Strecke gegen Ende immer länger zu werden schien.

Der Höhepunkt des Tages war unsere Mittagspause in Krostitz. Der “Türke”, der uns von mehreren Passanten als einzige Essensmöglichkeit genannt worden war, stellte sich als Inder heraus, der allerdings u.a. Pizza, Döner und Pasta anbot. Offiziell hatte der Laden noch gar nicht geöffnet, aber gnädigerweise durften wir Pasta bestellen. Diese aßen wir auf einer Bank vor dem Imbiss, weil es das Wetter wieder einmal gut mit uns meinte. Während wir kräftig zulangten, spazierte eine Frau an uns vorbei und blieb nach einigen Metern stehen. Dann kam sie zurück, postierte sich vor uns und starrte uns an. Gefühlte 5 Minuten später sprach sie uns schließlich an und stellte die üblichen Fragen. Von der Tatsache, dass wir immer noch am Essen waren, ließ sie sich nicht stören. So ging das noch einige Minuten weiter, bis dann endlich die Menschen kamen, auf die sie anscheinend gewartet hatte.

Bei Hohenheida, nördlich von Leipzig, erreichte uns die gute Nachricht, dass wir nachts ein Dach über dem Kopf haben würden. Allerdings erreichte uns auch ein leichter Nieselregen, der uns bis nach Leipzig hinein verfolgte.

Die letzten Kilometer vor Leipzig waren grauenhaft. Der Weg um das BMW-Werk wurde länger und länger und um uns herum wurde es immer dunkler. Schließlich ließ uns auch noch unsere Wanderkarte im Stich, als sie uns einen Weg über die Autobahn anzeigte, der nicht mehr existiert.

Ebenfalls ein toller Gastgeber: Swip

Ebenfalls ein toller Gastgeber: Swip

Wir waren erleichtert, als wir nach über 28 Kilometern endlich die Stadtgrenze passierten und mit Bus und Straßenbahn zu Juliane, unserer Gastgeberin für diese Nacht, fuhren und auch noch ihren netten Hund kennenlernen durften.

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