Tag 24: Wunderliche Wälder

Nachdem wir das reichhaltige Frühstücksbuffet geplündert hatten, die Hunde versorgt und die Rucksäcke gepackt waren, machten wir uns am 30.10. auf von Kirchberg an der Jagst nach Hessental, Schwäbisch Hall, wobei wir Kleinallmerspann, Großallmerspann, Ilshofen, Oberscheffach und Sulzdorf durchquerten.

Schon kurz nach Kirchberg an der Jagst ‘unterquerten’ wir die A6, wobei wir die Autobahnbrücke dazu nutzten, unsere Regengarnitur anzulegen, da sich der anfängliche Nieselregen verfestigt hatte. Nach dem wir sowohl Klein- als auch Großallmerspann passiert hatten, erreichten wir Ilshofen. Um den Hunden eine Freude zu machen, kauften wir in einem auf dem Weg liegenden Supermarkt 1kg Rinderhack für den Abend, als Belohnung für die wunderbare Leistung bisher.

Colleen im Herbstlaub

Colleen im Herbstlaub

Auf einem kleinen Spazierweg umrundeten wir Ilshofen und schon bald erreichten wir einen Wanderweg, der uns entlang eines Baches (vermutlich der/die Bühler) durch das Bühlertal führte. Fasziniert von der Atmosphäre des Waldes spazierten wir Richtung Oberscheffach, wo wir uns auf die Suche nach einem weiteren Wanderweg machten.

Das Bühlertal vor Oberscheffach

Das Bühlertal vor Oberscheffach

Leider übersahen wir wohl eine Markierung, weswegen wir nach einigen hundert Metern feststellen mussten, dass wir auf der falschen Seite der Bühler gelandet waren. Da “Zurücklaufen” für uns ein Unwort war, entschieden wir uns so lange weiterzulaufen, bis wir eine Möglichkeit finden würden, ans andere Ufer zu gelangen. Nach ca. 2 km blieb uns aufgrund einer Biegung nichts anderes übrig, als uns einen Weg über den Fluss zu suchen. Über Steine, mit dem ein oder anderen Tritt ins Wasser, erreichten wir die andere Seite, wobei zumindest die Hunde großen Spaß hatten.

Wer braucht schon Brücken?

Wer braucht schon Brücken?

Was uns auf der anderen Seite erwartete, erschien wie eine Filmsequenz aus einem Horrorfilm, den man zufällig nachts um 1 Uhr auf Kabel1 einschaltet. Nachdem wir uns durch ein Dickicht aus Springkraut gezwängt hatten, sahen wir vor uns einen Zaun aus verschiedensten miteinander verzurrten Gegenständen – Ski-Stöcke, Surfbretter, Autoteile. Hinter dem Zaun hing eine Wäscheleine mit unzähligen Kleidungsstücken, die scheinbar schon seit Jahren dort hingen. Ein Auto stand verwuchert im Gebüsch, aus den Fenstern rankten Pflanzen. Eilig liefen wir am Zaun entlang, bis wir ein Gartentor erreichten, hinter dem uns eine Gruppe Gänse erwartete. Vor uns steckte eine Axt in einem Hauklotz, an der wir und schnell vorbei schlichen um das Grundstück zu verlassen. Als wir gerade die Straße erreicht hatten, hörten wir hinter uns Schritte – weswegen wir uns schnell davon machten.

Nachdem wir uns über die kuriosen Eindrücke bei einem Päusle ausgetauscht hatten, machten wir uns wieder auf den Weg, der uns durch Neunbronn und Sulzdorf schließlich nach Hessental, Schwäbisch Hall führte. Nach einem zünftigen Abendessen (für uns und die Hunde), fielen wir wieder einmal müde ins Bett.

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