Tag 21: Schneeflöckchen, Weißröckchen

Der 27.10., an dem wir seit 3 Wochen unterwegs waren, brachte uns von Markt Bibart über Markt Nordheim und Neuherberg nach Ermetzhofen bei Uffenheim.

Der Morgen begann mit einem großen Schrecken. Der erste Blick aus dem Fenster fiel auf weiße Dächer: Es hatte geschneit. Das hatten wir bei unserer Ausrüstungsplanung zwar in Betracht gezogen, doch ernsthaft damit gerechnet hatten wir nicht. Wir schluckten erst einmal, atmeten tief durch und wappneten uns für einen kalten, nassen Tag.

Im Wald konnten wir uns langsam an den Schnee gewöhnen

Nach einem schlechten Frühstück besorgten wir uns noch eine Karte der Region, die wir vorher nirgendwo bekommen hatten. Dann ging es bei 2 Grad Celsius und Schnee bzw. Schneeregen los. Direkt hinter der Stadt ging es in wunderschöne Weinberge, die uns trotz des Wetters mit ihrer Schönheit beeindruckten.

Aufgrund der Nässe kamen wir an diesem Tag kaum zum Rasten, denn auch in Bushaltestellehäuschen kühlten wir schnell aus und konnten die Pausen so kaum genießen. Umso erleichterter waren wir, dass im wunderschönen Städtchen Markt Nordheim ein Restaurant geöffnet hatte und wir uns bei Sauerbraten und heißer Schokolade von der ersten Hälfte des Tages erholen konnten.

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Die weitere Strecke war eher Arbeit als fröhliches Wandern. Zum Schneeregen gesellte sich noch ein eisiger Wind und wir scherten uns nicht mehr darum, schöne Wamderwege zu finden, sondern legten die letzten Kilometer entlang der Straße zurück, um ohne große Sucherei auf der Karte möglichst schnell ans Ziel, ein gemütliches Gasthaus in Ermetzhofen, zu gelangen. Rückblickend auf diesen Tag fragen wir uns immer wieder, wie wir ihn – mit überwiegend guter Laune – überstanden haben.

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