Tag 18: Die Bezwingung des Tonbergs

Nachdem wir am kalt-neblig-nassen Vorabend entschlossen hatten, dass die Saison für unser Zelt vorbei war, machte sich Evelyn gleich morgens am 24.10. auf zur Poststation in Seßlach, um das Zelt nach Waldenweiler vorauszuschicken. Mit 4 kg weniger im Gepäck machten wir uns dann auf den Weg nach Ebelsbach, wobei wir durch Ebern und Kirchlauter kamen.

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Von Seßlach Richtung Ebern gab es keinen direkten Wanderweg, weswegen wir uns entschlossen kleinere Wege zu nehmen, die quer durch den Wald führen sollten. Leider schien unsere Wanderkarte nicht mehr ganz aktuell zu sein, da die meisten Wege bereits zugewachsen und verwuchert waren. So landeten wir wieder einmal ungewollt mitten in der Wildnis der Haßberge, wo wir mit dem Kompass in der Hand einen Weg durch den Wald suchten. Glücklicherweise trafen wir keine Wildschweine, sondern sahen nur ihre Spuren und bemerkten den dezenten Schweinegeruch, der in der Luft lag.

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Nachdem wir endlich wieder auf einen richtigen Weg gestoßen waren, erreichten wir mit einiger Verspätung Ebern, wo wir uns mit Essen für die überstandenen Strapazen belohnten. Trotz der im Wald verlorenen Zeit entschieden wir uns, an unserem Ziel für den Abend festzuhalten.

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Bei Einbruch der Dunkelheit erreichten wir einen Weg, der uns durch den Wald nach Kirchlauter führen sollte. Schnell war es stockdunkel und mit Stirnlampen bewaffnet liefen wir ca. 5 km durch den Wald. Als ob das noch nicht genug war, mussten wir dabei auch noch den “Tonberg” (in unserer Erinnerung nur “Tonnenberg”) bewältigen, der sich mit seinen fast 500 Metern Höhe in unseren Weg stellte. Mit erstaunlichem Tempo kraxelten wir voran, bis wir endlich Kirchlauter erreichten.

Nach einer kleinen Pause rafften wir uns auf, auch noch die letzten Kilometer bis Ebelsbach anzugehen. Aufgrund der Dunkelheit entschieden wir uns dafür, den direkteren Weg über die Straße zu laufen. Nach ca. zwei Kilometern mussten wir uns jedoch eingestehen, dass es zu gefährlich war, an der kurvigen Straße weiterzulaufen. Glücklicherweise erklärte sich der Pensionsbesitzer bereit, uns abzuholen, so dass wir schon bald in der Pension saßen und uns über die vielen Stolpersteine wunderten, die uns an diesem Tag in den Weg gelegt worden waren.

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