Tag 16: Angriff der Killerraupe

Der 16. Tag, der 22.10., begann in Lauscha (Thüringen) und endete, nachdem wir Steinach und Mengersgereuth-Hämmern durchquert hatten, in Fischbach (Bayern).

Lauscha, der Ursprungsort des gläsernen Christbaumschmucks, ließen wir auf einem schönen Waldweg entlang einer Bahnstrecke hinter uns. Nachdem wir bereits einen guten Kilometer hinter uns gebracht hatten, hörten wir von vorn ein beunruhigendes Motorengeräusch. Vorsichtshalber leinten wir die Hunde an. Hinter der nächsten Biegung sahen wir den Urheber des Lärms: Ein Traktor mit Greifarm lud Bäume und Äste auf, die wohl erst kurz zuvor dort geschlagen worden waren. Das Riesengefährt, von da an “Killerraupe” genannt, bahnte sich unerbittlich seinen Weg, setzte hin und wieder ein paar Meter zurück und da es links und rechts des Pfades wahlweise steil nach oben oder unten ging, bekamen wir es mit der Angst zu tun. Also versuchten wir, leider vergeblich, durch Rufe, Pfiffe und wildes Winken den Waldarbeiter auf uns aufmerksam zu machen. Wir beschlossen, im sicheren Abstand hinter der Killerraupe abzuwarten, was passieren würde. Nach einer Viertelstunde rumpelte das Ungetüm glücklicherweise von dannen und wir beeilten uns, den Weg schnell hinter uns zu lassen.

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Im Wald auf dem Weg nach Hämmern wurde es gruselig: Urplötzlich war es deutlich kälter, eine Wand aus Nebel baute sich vor uns auf, ein leichter Rauchgeruch lag in der Luft und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, verlor sich unser Wanderweg im Nichts. Nach einigem Suchen gelangten wir dennoch nach Mengersgereuth-Hämmern, auch wenn sich der Nebel nicht auflöste und weiterhin unser Begleiter blieb.

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Ursprünglich wollten wir an diesem Tag nur bis Rückerswind laufen, doch ein kurzer Blick auf die Karte zeigte, dass wir uns schon kurz vor der Landesgrenze zum Freistaat Bayern befanden. Das konnten wir uns natürlich nicht nehmen lassen und setzten noch die kurze Strecke bis nach Fischbach im Froschgrund auf uns.

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Auf der Suche nach einer Unterkunft schlenderten wir erst einmal die Hauptstraße des Dorfes entlang und kamen nach kurzer Zeit am Haus der Freiwilligen Feuerwehr vorbei. Dort wurde gerade gefeiert und nach zwei Bratwürsten durften wir zu guter Letzt im mollig warmen Feuerwehrhaus übernachten.

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