Tag 11: Unser Feind, der Asphalt

Der 16.10., unser 11. Tag unterwegs, begann mit einem liebevoll angerichteten und reichhaltigen Frühstück in Utenbach. Kurz nach 8 Uhr starteten wir unsere Etappe, die uns nach Jena führen sollte.

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Der erste größere Halt war in Schkölen, wo es eine sehr hübsche Kirche gibt. Allgemein sind Kirchen für uns inzwischen ein beliebter Anlaufpunkt, weil man sich an ihnen gut orientieren kann und das Mäuerchen um den Kirchgarten meist die perfekte Höhe zum Rasten hat.

Danach gelangten wir in den mit Abstand hässlichsten Ort unserer bisherigen Reise: Frauenprießnitz. Der einzige Platz, an dem es etwas zu essen gab, war eine Tankstelle am Ortsrand, deren Tankwart uns während unserer Rast auf einer angrenzenden Wiese immer wieder misstrauisch beäugte. Kurz hinter der Stadt bekamen die Hunde schön fleischige Markknochen, die wir aus Utenbach als Proviant mitbekommen hatten.

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Nun ging es steil bergauf und wir erklommen die Berge Richtung Dorndorf-Steudnitz. Eine vermeintliche Abkürzung führte uns, wie so oft, in eine Sackgasse, die uns allerdings einen phänomenalen Ausblick bot. Der Abstieg auf Rehwegen war mit den Rucksäcken und ihrem Gewicht ein abenteuerliches Unterfangen, doch wir kamen heil wieder auf dem richtigen Weg an und gönnten unseren Nerven und Knien daraufhin erst einmal eine Pause.

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Ab dort führte uns der Saale-Radwanderweg bis nach Jena hinein. Seitdem meiden wir Radwegen, weil sie meist asphaltiert sind, wir die Hunde nicht ableinen können und viele Radfahrer keine Rücksicht auf Verluste nehmen. Zudem sind auf unseren Karten häufig Straßen als Radwege gekennzeichnet, die keinen eigenen Fußgängerweg haben, was wir an diesem Abend zwischen Golmsdorf und Kunitz wieder auf unangenehme Weise feststellen mussten. Vor allem in Kurven müssen wir trotz Beleuchtung höllisch aufpassen, dass die Autofahrer uns bemerken und Abstand halten.

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Gegen 19.30 Uhr kamen wir am Campingplatz an und freuten uns, unser Zelt nach langer Zeit mal wieder beziehen zu können.

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